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- Camping in den Alpen. Was beachtet werden sollte. Tipps und Regeln zur Planung und Durchführung

Juni 23rd, 2010 · Keine Kommentare

alpen

Wer per pedes durch die Alpen wandern möchte, muss dafür eine Tour von mehreren Tagen einkalkulieren. Eine wichtige Frage ist natürlich, wo man am Ende des Wandertages das müde Haupt am bequemsten bettet. Das Campen in der Natur bietet sich dabei ab, wobei hier darauf vorher in Erfahrung zu bringen ist, wo das Zelten in den Alpen außerhalb der Campingplätze gestattet ist. Der nächste Gedanke sollte der passenden Ausrüstung gelten.

Von allgemein gültigen Regeln ist nichts bekannt, aber Unterschiede von Region zu Region gibt es schon. In Schutzgebieten ist verständlicherweise das Campen nicht erlaubt, es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Sonst ist das Campieren oberhalb der Baumgrenzen mit Einschränkungen möglich. In Deutschland und in Italien ist das Einverständnis des Almbauern nötig und in einigen Kantonen der Schweiz und in Österreich dürfen Wanderer die Zelte aufstellen. Das Campen in Waldgebieten bedarf immer der Zustimmung des Eigentümers von Grund und Boden.

Das man sich in der Natur rücksichtsvoll verhält, dürfte jedem bekannt sein. Besonders die Tiere reagieren auf ein Eindringen in ihren Lebensraum empfindlich. Lockere Baumbestände, Übergänge zwischen Wiesen und Wald und viele Wildspuren lassen darauf schließen, dass im Gebiet Wildtiere aktiv sind. Zuviel Lärm sollte deshalb vermeiden werden, besonders in der Dämmerung. Dass der verursachte Müll wieder mitgenommen und der Platz in seinen Ursprungszustand wieder hergestellt wird, ist wohl selbstverständlich.

In Schutzgebieten und in der Nähe des Waldes ist offenes Feuer strengstens verboten und auch sonst sollte man möglichst darauf verzichten. Ein Campingkocher im Gepäck verschafft Abhilfe. Ob Gas- oder Benzinkocher ist die Entscheidung des Einzelnen. Bei Benzinkochern gilt große Vorsicht in der Handhabung. Sie besitzen aber dafür eine stärkere Heizleistung. Einiges an Gewicht spart man, indem gefriergetrocknete Nahrung in den Topf kommt, die dann nur noch mit Wasser zubereitet wird. Wenn Wasser aus Wasserläufen oder Quellen zum Einsatz kommen soll, dann sind unbedingt spezielle Entkeimungstabletten zu verwenden. Auch wenn das Wasser sauber und klar wirkt, kann es mit Bakterien verseucht sein. Am besten und am sichersten ist es, sich das Wasser in einem Almbetrieb zu beschaffen.

Nicht zu unterschätzen ist das Gewicht der Ausrüstung, die es für das Campen braucht. Mit 7 bis 8 kg zusätzlich sollte schon gerechnet werden. Zelt, Schlafsack, Kochausrüstung, Isomatte und einiges mehr, was unbedingt benötigt wird. Gut vorbereitet kann man dann in den Alpencampingurlaub starten.

Tags: Camping · Zubehör / Equipment

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