Liebe Outdoor-Freunde, wer kennt ihn nicht, den fies hohen Ton, mit dem sich in lauen Nächten eine Mücke ankündigt? Schon beim bloßen Hören überfällt einen die Angst, man könnte am nächsten Morgen von Stichen übersäht erwachen. Städtischer Luxus wie Apotheken, Eisschränke und kalte Kompressen hilft zwar nicht, unangenehme Stiche wegzuzaubern, aber er macht sie immerhin etwas erträglicher. In Feld, Flur und Wald gibt es derartige Dinge jedoch in einer erschreckend niedrigen Zahl, wohingegen sich die Menge der stechenden Quälgeister exponential zu erhöhen scheint. Was ist da zu tun? Es heißt zwar im lateinischen “contra vim morta non est medicamentum in horta” (Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen) aber wir reden ja nicht vom Tode, nur von ein paar Stichen und da weiss Mutter Natur sehr wohl Rat. Mit auf Reisen genommene Mittelchen wie Autan oder ähnliche Produkte erweisen sich als nützliche Helfer, ebenso wie ein im Outdoor-Zelt über dem Kopf angebrachtes Moskitonetz. Falls man daran jedoch (warum auch immer) nicht gedacht haben sollte, besinne man sich auf die guten alten Hausmittelchen, mit denen Oma so gerne angelaufen kam und die wir dafür herzlich belächelten. ZWIEBEL ist das Zauberwort! Was macht die Zwiebel so besonders? Sie lässt sich unglaublich einfach mitnehmen, hält beinahe alles aus, ohne ihre Zauberwirkung zu verlieren und schmeckt, im Falle man benötigt sie nicht für die Mückenstichrekonvaleszenz, auch noch gut. Man stelle sich vor, unser Geheimtipp wäre zum Beispiel ein Ei oder eine Tomate gewesen, aber nein, die gute alte Zwiebel!
Hat sich nun ein fliegender Möchtegern-Säbelzahntiger in unsere wettergegerbte Haut verbissen, lege man einfach eine Scheibe des stinkenden Lieblings darauf, gedulde sich ein Weilchen und genieße die schmerzstillende Wirkung. Selbiges gelingt im Übrigen auch mit einer Zitrone, deren Eigenschaften nicht weniger zu rühmen sind, als die der Zwiebel. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass eine Scheibe der einen Frucht in einem kühlen Getränk vermutlich besser schmeckt als eine Scheibe der anderen.
Hat man nun weder an die Mitnahme einer Zwiebel noch an die einer Zitrone gedacht, bleiben diese guten Helfer aus Mutter Naturs kleiner Reiseapotheke: Knoblauch, Salbei, Lavendel, Gänseblümchen, Spitzwegerich und Ringelblume. Für alle Gewächse gilt: je schneller ihr Saft auf die Stichstelle gelangt, desto besser ist die schmerzstillende und desinfizierende Wirkung. Ein Pluspunkt: diese Kräuter wirken nicht nur gegen Stiche, sondern helfen auch nach unangenehmem Kontakt mit Ameisen oder Brennnesseln. Und das Beste zum Schluss: Diese Medikamente sind garantiert zuzahlungsfrei!

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