Hallo, liebe Outdoor-Freunde, vor ein paar Tagen waren wir ja virtuell schon im australischen Outback, diesmal geht es noch in Stück weiter: in ein Land, dass wegen seiner rauen Natur und seiner atemberaubenden Wildheit schon Regisseure inspiriert hat, hier abenteuerliche Filme zu drehen, wie zum Beispiel natürlich “Herr der Ringe” aber auch “King Kong” oder “Last Samurai”.
Die wohl flexibelste Art der Übernachtung ist natürlich das Zelten. Außer in Nationalparks ist das auch außerhalb von Campingplätzen zwar legal, meistens aber gar nicht unbedingt notwendig, weil es wirklich sehr viele Plätze gibt – von einfachen Stellplätzen bis hin zu fast schon luxuriös ausgestatteten »Motor Camps«. Auf Wanderwegen kann man häufig auch in der Nähe von Hütten übernachten und deren Infrastruktur mitnutzen. Der Preis beträgt dabei in der Regel die Hälfte der Hüttengebühr. Man staune: sogar im Garten mancher Hostels kann man zelten.
Wichtig ist, dass ihr folgendes beachtet: Neuseeland ist eine Insel und als solche hat sie eine spezifische Flora und Fauna. Eingeschleppte Parasiten, Samen oder gar Haustiere können das Biosystem einer Insel erheblich schädigen. Falls man also ein Zelt mit ins Land bringt, sollte man dieses vor der Reise gründlichst reinigen, damit man keine Samen, Insekten (oder deren Eier) oder was auch immer ins Land einführt. Bei der Einreise wird man mindestens nach dem Zustand des Zeltes gefragt; mitunter wird es auch überprüft.
Die vom Department of Conservation (DOC) instand gehaltenen Zeltplätze, die man selbst in den abgelegensten Gegenden und vor allem auch entlang der schönsten Wanderwege findet, sind häufig sehr einfach und mit 2–5 NZD (1- 2,50 Euro) pro Person entsprechend billig. Oft sind sie lediglich mit einem Plumpsklo, einer Feuerstelle, einem Tisch und zwei Bänken ausgestattet – was will man auch mehr? Die Übernachtungsgebühr dient im Grunde nur zur Instandhaltung des Platzes und wird ehrlicherweise (bitte wirklich!) in die »Honesty Box« eingeworfen, falls gerade kein DOC-Mitarbeiter vor Ort ist. Diese einfachen Plätze helfen dabei auch dem Umweltschutz, da nicht jeder Besucher ein neues Stückchen Natur plattwalzen muss.
Motor Camps sind Campingplätze, die ihr auch mit Wohnmobilen angefahren könnt. Sie sind häufig sehr gut ausgestattet – es gibt jedoch große Unterschiede, so dass sich empfiehlt, vor Reiseantritt entsprechende Prospekte zu studieren oder sowie eine Besichtigung durchzuführen… zumindest, bevor man dort übernachtet. Die Plätze verfügen über verhältnismäßig gute sanitäre Einrichtungen, bei denen manchmal das warme Wasser zusätzlich gezahlt werden muss, außerdem über Gemeinschaftsküchen mit Kühlschränken und Herden. Eigene Töpfe, Geschirr und Besteck müsst ihr allerdings selbst mitbringen. Darüber hinaus gibt es meist Waschmaschinen und Trockner (!!!). Selbst einen Aufenthaltsraum mit Fernseher gibt es oft. Der Preis für die Übernachtung liegt üblicherweise unter 10 NZD (ca 5 Euro) pro Person. Wer zur Abwechslung oder wegen extrem schlechten Wetters ein festes Dach über dem Kopf sucht, findet in vielen Motor Camps auch so genannte »Cabins« mit vier bis acht Betten, die man jedoch in manchen Gegenden mit einem Schwarm Sandflies (Sandfliegen) teilen muss. Das dürfte aber bei einem sonst abenteuerlichen und vor allem preiswerten Urlaub der einzige Haken sein, Viel Spaß.

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