Hallo liebe Outdoor-Freunde, ein Blick auf das Thermometer macht es deutlich - es wird kalt, und zwar so richtig! Dem ein oder anderen mag jetzt das Herz höher schlagen, man freut sich auf ausgedehnte Alpintouren in klirrender Kälte oder knackige Skilanglauftouren - schön und gut, aber Abend wird es jeden Tag, auch wenn es kalt ist. Damit man nach einem anstrengenden Tag einen erholsamen Schlaf genießen kann, sollte man sich also schon vorher eingehend damit beschäftigen, wie man sich in einem Zelt vor winterlicher Kälte schützt. Natürlich gibt es hervorragende Schlafsäcke, die auch bei extremen Temperaturen bis zu -25° Celsius optimale Isolationseigenschaften vorweisen können, dennoch liegt das Geheimnis winterlich-bequemen Outdoorschlafes nicht im Schlafsack allein, sondern mindestens ebenso sehr in der Qualität des Untergrundes, will heißen: in der Isomatte.
Isomatten sind der verhältnismäßig gelungene Versuch, heimischen Schlafkomfort auf Reisen zu simulieren. Natürlich ist eine Isomatte kein Bett mit Lattenrost und Matraze mit Kaltschaumkern und angepassten Gewichtsliegezonen, aber sie ist bequem und man liegt auf ihr allemal besser als auf nacktem Zeltboden. Was früher die Luftmatraze war, nennt sich heute “selbstaufblasende Isomatte”, das Prinzip ist aber ähnlich. Eine grobe Schaumstofffüllung saugt sich mit Luft voll, wenn man das Ventil öffnet, durch Aufblasen kann die Matraze individuellen Liegebedürfnissen angepasst werden. Durch zusammenrollen wird die Luft wieder abgelassen. Solche Matten sind recht komfortabel, haben jedoch den Nachteil, ziemlich groß und schwer zu sein. Es gibt sie zwar in unterschiedlichen Ausführungen, aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass eine Isomatte selbstverständlich dann am bequemsten ist, wenn man am weichsten liegt, meistens ist das also bei dicken Ausführungen der Fall. Ein Probeliegen sollte im Grunde nur dafür dienen, herauszufinden, in welchem Maß man Kompromisse eingehen kann. Je weicher man liegen möchte, desto mehr muss man eben tragen. Es wäre Unsinn, zu sagen, es gäbe genau eine superdünne, superleichte und trotzdem superbequeme Isomatte - denn eine solche Matte gibt es nicht. Legt Euch eine Iso-Matte zu, die für Euch in Ordnung ist, die muss gar nicht teuer sein. Kommt um Himmels willen nicht auf die Idee, die Matte weg zu lassen, man unterkühlt sich schneller, als man denkt! Seid tapfer, sucht Euch Euren Untergrund sorgfältig aus und macht Frühsport, dann kommt Ihr locker ein paar Tage (oder Nächte) über die Runden.
Viel Spaß dabei, bis bald

0 Antworten bis jetzt ↓
Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.
Hinterlasse ein Kommentar