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Ohne Schuhe geht nichts. Doch müssen es wirklich immer die klobigen Wanderschuhe sein? Weniger ist oft mehr!

Januar 20th, 2012 · Keine Kommentare

Schuhe wurden schon in der Steinzeit von den Menschen getragen, damals ging es natürlich nicht um den modischen Aspekt, sondern allein darum, die Füße spitzen, scharfkantigen, warmen oder kalten Gegenständen und Untergrund zu schützen. Diese frühzeitlichem Schuhmodelle wären uns heutzutage suspekt und wahrscheinlich würde wir bei deren Anblick nicht einmal einen Schuh als solchen erkennen. Dennoch war der Schuh eine große Errungenschaft der Menschheit. Er hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, sodass es zu fast jedem Anlass, zu jeder sportlichen Aktivität das passende Schuhwerk gibt. Der Leichtwanderer verabschiedet sich vom klobigen Wanderschuh und wählt Ultraleichtschuhe. Denn jeder, der schon mal Wanderschuhe für Stunden an den Füßen hatte, kann sicher ein Lied davon singen. Schwer, steif, doppelte Nähte, dicke Profilsohle und Steigeisenfest. Das klingt wahrlich nicht nach Bequemlichkeit für die Füße. Trotzdem hat es seinen guten Grund diese Schuhe zu tragen, schließlich stützt er den Fuß, denn der Rucksack mit dem Gepäck wog nicht wenig und das Fußgelenk befürwortete daher jede Unterstützung. Ein Schuh bewegt sich ständig beim Laufen, bei jedem Schritt. Er wird gehoben und wieder an der richtigen Stelle aufgesetzt, damit der Körper den optimalen Halt findet. Das verbraucht viel Energie, von der Leichtwanderer zumindest nicht mehr soviel benötigt. Ein Schuh muss dem Fuß Schutz bieten, das ist klar. Er muss darüber hinaus auch nützlich sein, beispielsweise Regen und Kälte, aber auch zuviel Sonne abhalten und natürlich sollten Schuhe das Laufen und gehen um einiges angenehmer machen. Der klobige Wanderschuh stabilisiert die Gelenke, genau darauf ist der Leichtwanderer aber kaum noch angewiesen, denn für das Gewicht, was er in seinem Rucksack auf dem Rücken mit sich trägt, meist nur ein paar Kilogramm, braucht es keine extra Stütze für die Füße. Das Gewicht schwerer Schuhe kann also eingespart werden und das spart viel Energie. Die Voraussetzung für leichteres Schuhwerk beim Wandern ist natürlich ein gesunder Bewegungsapparat und gesunde Füße. Dann ist es kein Problem für die Fußgelenke ein paar Kilo zu tragen, der Fuß wird dadurch sogar trainiert und braucht keine künstliche Unterstützung.

Leichte Laufschuhe haben den Nachteil, dass sie nicht so lange halten wie der stabile zwiegenähte Wanderschuh aus Vollleder. Doch das ist nicht so tragisch, denn auch die leichten Schuhen halten sicher sechshundert Kilometer, bis sie durch neue ersetzt werden müssen. Das dürfte für die meisten Touren reichen. Was muss nun der leichte Wanderschuh an Funktionen bieten, wenn die Stabilisierung des Fußgelenks nicht mehr die große Rolle spielt? Er muss gegen äußerer Witterungseinflüsse schützen und dem Nutzer die größtmögliche Bequemlichkeit bieten. Sogar leichte Sportschuhe sind unter gewissen Voraussetzungen geeignet und Leichtschuhe gibt es inzwischen sowieso für fast alle Bedürfnisse. Sicher werden die meisten Leute ihre Schuhe nicht ausschließlich nach deren Gewicht aussuchen, es kommt auch darauf an, was der Schuh leisten muss und wohin er den Wanderer tragen soll. In den Bergen braucht man Schuhe mit ausgeprägterem Profil und festerem Sitz, wie es für zum Beispiel das Gehen auf einer glatten Straße nötig ist. Denn im Gebirge bewegt man sich auf Geröll und muss hier und da auch klettern. Auf alle Fälle sollte der neue Schuh vorher anprobiert und eingelaufen werden. Durch schwere Schuhe oder Stiefel, die an den Füßen hängen, wird man viel schneller müde und der Wanderer wird zur Umkehr gezwungen oder muss zumindest öfter eine Zwangspause einlegen.

Tags: Camping

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