
An guten und interessanten Angeboten für Ökourlaub mangelt es heutzutage nicht. Für fast alle Wünsche gibt es speziell zugeschnittene Reisen. Wenn ihr kein Freund von großen Hotelketten seit und auch weder überfüllte Strände noch Touristenmagnete in eurer Vorstellung des idealen Urlaubs Platz haben, dann ist ein individueller, naturnaher Urlaub vielleicht das Richtige.
Kambodscha ist erst seit kurzer Zeit als Urlaubsland überhaupt von Interesse und wird nach und nach nun immer populärer. Jetzt wird das Land auch für den Öko-Tourismus ganz neu entdeckt. Weit weg von touristenbevölkerten Orten, wie beispielsweise die Tempelanlagen von Angkor-Vat kann der zivilisationsgeschädigte Urlauber einen sehr naturnahen Urlaub erleben.
Der Alltag in Kambodscha gestaltet sich eher rustikal. Meist gibt es nicht mal fließendes Wasser und auch mit der Stromversorgung sieht es nicht unbedingt gut aus. Auf tägliches Fernsehen muss der Urlauber genauso verzichten, wie auf Komfort, den man von zu Hause kennt. Doch genau dieses urige Leben ist der Reiz des Ökourlaubs.
Über das kambodschanische Ministerium für Tourismus, welches in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Projekte für den Ökotourismus entwickelt, gibt es zum Beispiel die außergewöhnliche Möglichkeit bei Reisbauern und ihren Familien zu nächtigen. Ziel ist die Mekonginsel Kho Pdao. Zurzeit gehören vierzehn Reisbauer-Familien zu diesem Pilot-Projekt.
Die Insel ist knapp 50 km lang und 3 km breit, also recht überschaubar. Optimal um eine Trekking-Tour zu starten oder einfach die Insel streckenweise zu Fuß zu erkunden. Wer es vorzieht, kann auch die eine oder andere Bootstour unternehmen und bekommt vielleicht die fast schon ausgestorbenen Mekongdelfine zu beobachten. Glücklicherweise wurde die Fischerei inzwischen stark eingeschränkt, damit die letzten der Delfine geschützt werden. Wer mal etwas ganz anderes erleben möchte, kann dem Reisbauer und seiner Familie auf dem Feld oder im Haus unterstützen.
Ansonsten sollte man natürlich kein Unterhaltungsprogramm erwarten. Doch das ist schließlich auch nicht der Sinn eines Ökourlaubs. Unsere Neugier auf das Fremde und auf die für uns recht einfachen und daher ungewöhnlichen Lebensbedingungen der stets freundlichen Bewohner und die fantastische Natur und Landschaft dient in diesen Regionen Kambodschas zugleich der Förderung von Landwirtschaft und Viehzucht.
Ein Großteil des Landes versucht leider schon aus den Pauschaltourismus schnelle Profite zu erwirtschaften, was natürlich nicht im Sinne der Natur sein kann. Um dieses Profitdenken nicht noch zu unterstützen und Kambodscha in nicht allzu langer Zeit vielleicht auch zu einer Hochburg des Tourismus zu machen, wäre ein Ökourlaub doch wirklich mal eine gute und zudem noch spannende Alternative. Man sollte es einfach mal ausprobieren.

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