
Der Klaus-Störtebeker-Weg im Norden Deutschlands ist reizvoller als die vielen typischen Wanderrouten, die der Outdoorfreund sonst kennt. Wer sich näher mit dem Wanderweg im Land zwischen Nord- und Ostsee erkundigen möchte und sich einen ersten Eindruck verschaffen will, kann kostenfrei einen Wanderführer beim Fachhändler erwerben.
Weite Landschaften, Strand und Meer machen Norddeutschland für Naturfreunde interessant. Doch der 190 km lange Störtebeker-Weg eröffnet neue Aussichten. Gleich am Start gilt es die erste Hürde zu meistern, denn 308 Stufen führen hinauf auf den Campener Leuchtturm. Er zählt damit zum höchsten Leuchtfeuer Norddeutschlands. Der Weg von Leer bis Wilhelmshaven führt auch entlang der Deichküste der Krummhörn von Campen nach Greetsiel. Diese Teilstrecke ist 16 km lang. Ansonsten führt es den Wanderer an der Meerseite des Deichs entlang.
Auch der rot und gelb gestreifte Pisumer Leuchtturm kann auf der Strecke bestaunt und besichtigt werden. Der im Jahre 1891 erbaute und 11 m hohe Leuchtturm ist das Wahrzeichen Ostfrieslands. Der Blick schweift über das Wattenmeer, wenn das Wetter mitspielt, kann man, sofern das Meer Hochwasser hat, an zwei Badestellen in der Nordsee baden gehen. Der Wandersmann/-frau wandelt dann weiter auf den Spuren Störtebekers, vorbei an einem Schafsgatter. Praktisch überall am Deich weiden Schafe. Bei Ebbe bekommt man durch das zurückweichende Wasser einen guten Blick auf Muschelbänke, die den Salzwiesen vorgelagert sind.
Nach Passage eines weiteren Schafsgatters geht es direkt auf den Lahnungsweg am Wasser entlang oder geradeaus, wenn man am Deichfuss bleiben möchte, auf den Asphaltweg. Der Blick fällt auf den Turm der Pilsumer Kirche. Vorbei am Dysterkrug und am Dieksiel, einem Denkmal bzw. eine Meereseinbruchstelle am Deich. Jetzt erblickt man den schon erwähnten Pisumer Leuchtturm. Weiter geht die Wanderung bis zur Deichkrone hinauf bis Greetsiel. Immer entlang der Sielstraße und dem Krabbenfische-Hafen wird die Wanderung an der gotischen Backsteinkirche beendet. Von hier bringt ein Bus die Wanderfreunde zurück nach Campen.

1 Antwort bis jetzt ↓
1 miriam // Jul 3, 2010 at 08:44
vielen dank für den tipp!
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