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Gesundheittips beim Camping!

Dezember 1st, 2008 · Keine Kommentare

Hallo liebe Outdoor-Freunde, gerade im kalten mitteleuropäischen Herbst zieht es Camping-, Outdoor- und Wanderfreunde in wärmere Gefilde. Von Deutschland aus betrachtet, liegen sie meistens mehr oder weniger südlich, können nach Osten und Westen hin variieren und liegen mitunter sogar auf anderen Kontinenten. Es wäre arrogant und schlichtweg falsch, zu behaupten, südliche Länder oder die Tropen wären mit Krankheitserregern verseucht oder sonstwie hochgradig gefährlich.

Richtig ist aber, dass die klimatischen Unterschiede und besondere wirtschaftliche oder hygienische Verhältnisse sowie eventuelle Wasserknappheit dazu führen, dass es dort andere Krankheiten gibt und dass ein mitteleuropäisches Immunsystem möglicherweise nicht so leicht damit fertig wird. Jeder, der eine Reise ins Ausland plant, sollte sich daher vorher genau darüber informieren (und vielleicht vom Hausarzt beraten lassen), ob und welche Impfungen sinnvoll oder notwendig sind.

Je weiter die Reise gehen soll, desto gründlicher sollte sie geplant werden, man darf nicht vergessen, dass einige Impfungen erst nach mehreren Wochen wirksam sind. Auch wer nur einen Kurztrip plant, sollte auf keinen Fall auf eine Impfung verzichten (gerade die Kürze der Reise verführt oft zu Nachlässigkeiten “So kurz? Was soll da schon passieren?”)  Krankheitserreger suchen sich ihre Opfer nicht nach der Länge der Reise aus! Und bei vielen Krankheiten ist die Inkubationszeit länger als die Reise selbst, wer weiss, wen sie alles anstecken, bevor die Krankheit ausbricht!

Bekannte und gefürchtete Krankheiten, die man sich auf Reisen einfangen könnte und vor denen man sich schützen sollte sind zum Beispiel Malaria, gegen die es prophylaktische Medikamente gibt, die man so lange wie möglich einnehmen sollte. (Außerdem: Mückenstiche vermeiden, durch Sprays, Cremes, Mücken- oder Moskitonetze und lange Kleidung, bei Fieber oder erhöhter Temperatur sofort zum Arzt!)

Cholera (beim Auswärtigen Amt erfragen, ob das Reisegebiet davon betroffen ist!), Typhus, Amoeben, Ruhrkrankheiten und Reisedurchfälle sind Krankheiten, die man durch besondere Hygiene vermeiden kann. Wichtig ist hierbei vor allem, darauf zu achten, dass man hygienisch einwandfreie Nahrung konsumiert, ausschließlich abgekochtes Trinkwasser verwendet (für Essen, Trinken, zum Reinigen von Lebensmitteln, zum waschen), Lebensmittel vollständig durcherhitzt (besonders Fleisch und Eier), Früchte und Gemüse schält, auf Eiswürfel verzichtet (das Wasser wird meistens nicht abgekocht) und auf saubere Sanitäranlagen achtet.

Abhängig vom jeweiligen Reisegebiet empfiehlt das auswärtige Amt unterschiedliche Schutzimpfungen, z.B. gegen: Hepatitis A (Gelbsucht vom A-Typ), Typhus,  Polio (Kinderlähmung), Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie. Wer sich schon gegen Tetanus und Diphterie hat impfen lassen, sollte die Impfung mindestens alle 10 Jahre wiederholen.

Wer unterwegs absolut sicher sein will, sollte ein paar Kleinigkeiten in der Reiseapotheke haben: ein Fieberthermometer, ein Loperamid (Durchfallmedikament, z.B. Imodium), als Salzersatz bei schlimmem Durchfall “Saltadol” (wichtigste Ersttherapie!) und ein wenig Ahnung von möglichen Krankheitssymptomen, um eine Krankheit so schnell wie möglich zu erkennen. Ihr Hausarzt wird Sie kompetent beraten.

Viel Gesundheit und eine gute Reise, bis bald!

Tags: Camping

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