
Ganz klar ist wohl jedem, der in Besitz eines doch recht teuren und guten Schlafsackes ist, dass man ihn entsprechend behandeln und schützen muss, damit die Isolation nicht verloren geht und der Camping-Urlaub oder die Trekkingtour zum Albtraum wird, da man nachts nicht gut, bequem und vor allem trocken schläft.
Superleichte Schlafsäcke sind sehr beliebt, durch den ultraleichten Stoff ist das Gewicht so gering, dass diese Schlafsäcke in wirklich jedem Gepäck problemlos Platz finden. Die modernen Gewebe haben gegenüber der Materialien, die noch vor ca. 10 Jahren verwendet wurden, rund 1/3 an Gewicht verloren. Das ist eine ganze Menge und zahlt sich besonders auf Wander- und Trekkingtouren, wo jedes Gramm an Gepäck zählt, aus.
Um den Schlafsack recht lange nutzen zu können, muss er sehr gut vor Nässe geschützt werden. Hier reichen bei starken und lang anhaltenden Regengüssen auch der meist mitgelieferte Beutel und die Regenhülle nicht mehr aus. Besser ist, wenn das „Ersatzbett“ im Rucksack verstaut und extra noch in eine wasserdichte Folie oder Tüte gepackt wird. Es gibt auch wasserdichte Packrollen zu kaufen.
Steht das Zelt bzw. ist das Tagesziel erreicht, sollte der Schlafsack so schnell wie möglich aus dem Rucksack und von allen Hüllen befreit und über die Isomatte gelegt werden. So kann er sich schon mal breitmachen. Ein Aufschütteln kann auch nicht schaden. Nasse Klamotten haben natürlich auf dem Schlafsack nichts zu suchen. Nasse Kleidung also immer erst wechseln, bevor man das Zelt mit dem schon ausgebreiteten Schlafsack betritt. Oder zuerst umziehen und dann dann Schlafsack aus dem Rucksack befreien.
Das jeder Mensch nachts eine ganze Menge an Flüssigkeit verliert und zwar teils über die Haut und teils über die Atmung, ist es nicht nur angenehmer lange Funktions-Wäsche beim Schlafen zu tragen, es schützt auch die Füllung des Schlafsackes, da die ausgeschiedene Feuchtigkeit so nicht komplett von der Füllung aufgesaugt wird. Auch das Atmen in den Schlafsack hinein, sollte so gut es geht vermieden werden, da sich auch dadurch die Feuchtigkeit absetzt.
Am nächsten Morgen kann der Schlafsack zum ausdünsten vor dem Zelt im Freien ausgebreitet werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es trocken ist, besser noch, wenn die Sonne scheint. Vom Tau durchnässte Wiesen sind dafür aber nicht geeignet. Wenn es nicht zu windig ist, kann der Schlafsack auch über das Zelt gelegt oder über harzfreie Baumäste gehangen werden. Je nach Wetter und Sonnenschein ist die Schlafstätte nach ein bis zwei Stunden trocken.
Wenn das Wetter nicht mitspielt oder die Zeit knapp ist, dann sollte man den Schlafsack lose zuoberst im Rucksack verstauen und bei jeder Rast oder jeder anderen sich bietenden Gelegenheit zum Trocknen an der frischen Luft ausbreiten. Wenn das auch nicht machbar ist, bleibt noch die Möglichkeit das Outdoorbett außen am Rucksack zu befestigen. Dazu muss der Schlafsack natürlich sicher fixiert und das Wetter trocken sein.

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