
Welchen Grund sollte es wohl geben in der Winterzeit nicht mehr zu wandern? Warum muss man , nur weil Winter ist damit aufzuhören, wenn es soviel Freude bereitet? Die unberührte Natur, die man leider suchen muss, macht erst den Wandergenuss perfekt. Am besten findet man dieses Unberührte im Winter, zu keiner anderen Zeit des Jahres bietet sich dem Wanderer soviel Zauber und Schönheit. Dazu muss man keine große Reise antreten, um das zu erleben. Denn der verschneite Winter bietet auch in vertrauter Natur im heimatlichen Ausflugs- oder Wochenendrevier so einiges und zeigt das bekannte Gesicht in einem glanzvollen neuen Licht. Die Wälder und schneebedeckten Hügel und dazu frische, glasklare Luft, so tritt der Alltagsstress für den einen oder anderen Moment erstmal in den Hintergrund.
Viele denken im Winter nur an die Kälte, doch selbst zu dieser Jahreszeit strahlt die Sonne mit großer Kraft und beschert wunderbare Wärme. Dagegen kann es natürlich im Schatten empfindlich kalt sein. Wenn man unterwegs wählen kann, richtet man es auf der Strecke so ein, dass man sich so oft wie möglich in der Sonne befindet. Dann darf aber auch der Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung nicht vergessen werden. Es können bei zuviel Strahlung Sonnenbrand und Schneeblindheit, bei der es zu Schmerzen in den Augen kommt, auftreten und durch den reflektierenden Schnees ist das selbst bei wechselhaftem Wetter schneller passiert, als man vielleicht annimmt. Deshalb ist eine gute Sonnenbrille Pflicht. Darüber hinaus müssen Gesicht und Lippen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, der über 20 liegen sollte, eingecremt werden. Besonders vor Wind muss gewarnt werden. Hier ist guter Schutz oberstes Gebot. Denn gerade wenn es sehr kalt ist, wird Wind durch den Abkühlungsfaktor, Windchill-Faktor genannt, noch extremer empfunden. Zum Beispiel entspricht das Gefühl wenn die Temperatur 0 Grad bei kaltem, starkem Wind beträgt, minus 17 Grad bei Windstille. Deshalb ist es wichtig sich immer für seine Pause ein windgeschütztes Eckchen zu suchen. Dazu reicht meist schon ein üppiger Busch.
Zur Kleidung bei Kälte gehört auf jeden Fall eine warme Mütze, denn die meiste Wärme geht über den Kopf verloren und dazu kommt, dass das Körperklima über den Kopf sehr gut geregelt wird. Wird es dann doch zu warm, kann man die Mütze schließlich einfach ausziehen und sie beispielsweise durch ein Stirnband mit winddichter Ausstattung ersetzen. Ein kleines Sitzkissen , ein Faltkissen, was in den kleinsten Rucksack passt und nur wenige Gramm auf die Waage bringt, sorgt für ein warmes und trockenes Hinterteil, wenn man sich mal in den Schnee setzt. Solche praktischen Kissen gibt es schon für wenig Geld. Unterwegs sollte man immer ein wachsames Auge haben, besonders wenn der Schnee tief ist, denn nach einem Sturm kann sich der Schnee in Mulden sammeln. Diese Stellen sollte man umgehen, ansonsten wird nur unnötig Kraft vergeudet. Bei einer Winterwanderung kann die Natur ganz besonders intensiv beeindrucken. Es muss schließlich nicht immer beim Skifahren bleiben. Wer im Sommer gern die Natur bei einer schönen Wanderung genießt, wird beim Winterwandern auch seine Freude haben. Das Knirschen von frischem Schnee unter den Schuhen und die Natur, die in Winterstarre verharrt. Wer das einmal verspürt hat, wird das Winterwandern nicht mehr missen wollen.

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