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Die effektivste Geh-Methode. Schnell oder doch lieber bedächtig? Die Vor- und Nachteile der Fortbewegungsarten.

Februar 28th, 2011 · Keine Kommentare

wandergruppe

Was die effizienteste Fortbewegungsart oder Geh-Methode im Gelände ist, bleibt am Ende dem Einzelnen selber überlassen. Vorteile und Nachteile habe sowohl das schnellere Gehen als auch das gemächliche Steigen. Oft entscheidet allein die jeweilige Situation oder auch ganz einfach die persönliche Vorliebe. Manchen macht es Spaß seinen Körper herauszufordern und ein hohes Tempo vorzulegen, aber man sollte trotzdem bei der Wahl des eigenen Gehtempos einiges beachten. Besonders bei der kalten Luft im Winter oder auch in großer Höhe wird dem Körper durch die trockene Luft viel Flüssigkeit entzogen. Durch die Anstrengung komme es zu starkem Schwitzen und der Atem beschleunigt sich, so ist der Flüssigkeitsverlust noch höher.

Wer sich bedächtiger bewegt, schwitzt natürlich auch weniger, der Flüssigkeitsverlust und der Verlust an wertvollen Mineralien ist dadurch wesentlich niedriger. Das bringt den Vorteil mit sich, das in hochalpinen oder wasserarmen Gebieten weniger Wasser benötigt wird und damit weniger an Gewicht bewegt werden muss. Vor allem wenn man in Gruppen ab drei Personen unterwegs ist, schließt das meist ein schnelles Gehen von vornherein aus, da mindestens eine Person der Gruppe langsamer ist als alle anderen. Darauf muss Rücksicht genommen werden. Sonst fehlen durch frühzeitige Verausgabung dem Gruppenmitglied eventuell die Kraftreserven für nicht eingeplante Ereignisse. Beispielsweise eine geschlossene Hütte oder notwendige Umwege dank gesperrter Wege. Geht die ganze Gruppe im gleichmäßigem Tempo, haben es die Teilnehmern leichter beim Gehen in Sichtweite zu bleiben.

Trotz bedachter Einteilung der Reserven lassen auch beim sportlichsten und ausdauerndsten Läufer die Kräfte nach. Ist das Tempo dann zu hoch, vermehrt sich das Verletzungsrisiko, da die Schritte nicht mehr mit voller Konzentration gesetzt werden. Stürze, Zerrungen oder Verstauchungen könnten die Folge sein. Beim langsameren Gehen bleibt die Konzentrationsfähigkeit länger erhalten. Das zahlt sich besonders im späteren Verlauf aus. Das Risiko einer Verletzung sinkt rapide. Ein weiterer Nachteil des schnellen Gehens ist die deutlichere Mehrbelastung der Gelenke. Das Gewicht des Körpers belastet das Knie viel mehr als beim bedachtsamen Steigen. Schmerzen im Knie oder gar bleibende Gelenkschäden bei dauernder Belastung können die schlimmen Folgen sein.

Viele erliegen dem Irrtum, dass man durch schnelleres Gehen auch bedeutend schneller das Ziel erreichen. Doch um schnell am Ziel anzukommen, bedarf es wesentlich größerer Kraftreserven. Der Zeitgewinn steht in keiner Relation zur schlechteren Allgemeinverfassung. Außerdem verpasst man den Genuss des Anblicks der schönen Landschaften, die man durchquert. Nur kurzfristig erscheint das bedachtsamere Tempo langsamer. Doch durch die bessere Einteilung der eigenen Kräfte müssen weniger Pausen eingelegt werden, sodass die zurückgelegte Strecke sich nicht bedeutend von der unterscheidet, die mit rasantem Tempo zurückgelegt wird. Gerade bei niedrigeren Temperaturen oder kaltem Wind wird der Körper durch die Unbeweglichkeit während der Pausen zusätzlich belastet. Dazu kommt, dass es mit der Zeit immer mühsamer wird sich nach der Pause zum Weitergehen zu motivieren. Durch das langsamere Gehtempo bleibt der Bewegungs-Rhythmus erhalten, der Körper erfährt weniger und vor allem gleichmäßigere Belastungen als beim ständigem Wechsel zwischen der Anstrengung des schnellen Gehens und der Pausen. Eine, wenn auch kleine, Zeiteinsparung wird außerdem erreicht, da bei weniger Pausen das lästige An- und Ablegen von Kleidungsstücken und Rucksack entfällt.

Nach Beginn der Tour sollte die erste Pause schon nach ¼ -stündigem Gehen eingelegt werden. Jetzt kann eventuell überflüssige Kleidung abgelegt oder zusätzliche angezogen werden. Die weiteren Erholungsphasen erfolgen am besten nach zwei bis drei Stunden in einer Länge von ungefähr ½ Stunde. Die Mittagspause kann ruhig auch großzügiger ausfallen. Die Pausen können zur Kommunikation in der Gruppe genutzt werden, um den weiteren Verlauf abzustimmen und sich über wichtige Dinge auseinanderzusetzen. So wird vermieden, das bei jeder Kleinigkeit Halt gemacht wird.

Tags: Camping

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