
Winter und Daunenjacke passen perfekt zusammen, das steht fest. Eine vernünftige Daunenjacke weiß derjenige zu schätzen, der schon einmal bei eisigsten Temperaturen gefroren hat, denn spätestens dann kennt man das Gefühl, dass man sich nichts mehr wünscht als seinen Körper mit einer wärmende Hülle zu schützen. Das geht sicher auch mit qualitativ gut ausgerüsteten Winterjacken, aber viele Menschen bevorzugen die Daunenjacke. Warum ist das so? Solch eine Jacke hat eben ihre Vorzüge. So ist die Jacke mit Daunenfüllung im Vergleich zu einer Kunstfaserjacke leichter und sie lässt sich meistens auch viel besser komprimieren. Die Daunenjacke hat außerdem ein sehr angenehmes Klima. Das erhöht den Tragekomfort ungemein, da es sich weit angenehmer und natürlicher anfühlt, als eine Kunstfaserjacke je erreichen wird. Die Daune ist ein Naturprodukt. Es dient dazu die Körperwärme der Vögel zu halten und sie vor Kälte, Nässe und Umgebungsluft zu schützen. Was Vögel schützt, kann auch für den Menschen genauso nützlich sein. Man kann auch zu Kunstfasern greifen, die versuchen Daunen zu imitieren. Daunen werden im Gegensatz zur Wolle, die von den Tieren abgeschnitten wird, gerupft. Für lebende Tiere ist diese Vorgehensweise mit enormen Stress verbunden und Verletzungen sind an der Tagesordnung. Deshalb verzichten viele bekannte Hersteller auf den Lebendrupf und verwenden ausschließlich Daunen von verstorbenen Tieren.
Daunenjacken haben aber auch Nachteile, der entschiedenste Nachteil ist, wie es einige sicher bereits von den Daunenschlafsäcken kennen, die Wasserempfindlichkeit. Denn werden die Daunen erst einmal einmal feucht, klumpen sie und die Isolationsfähigkeit geht verloren. Der sogenannte Loft, also die Bauschfähigkeit, schwindet und Kältebrücken entstehen. So gelangt die Kälte unter die Jacke. Das ist auch der Grund warum sich Daunen kaum für besonders schweißtreibende, längerfristige Aktivitäten eignen. Problematisch wird es auch, wenn man mit seiner Daunenjacke in heftigen Regen kommt. Inzwischen sind zwar sogar Daunenjacken mit wasserdichter Außenhülle erhältlich, aber hohe Luftfeuchtigkeit und entstehender Schweiß sorgt innerhalb kürzester Zeit für Verschlechterung der Isolationswirkung. Nur als Regenjacke ist die Daunenjacke höchstwahrscheinlich sowieso zu warm. Mit entsprechender Pflege kann aber selbst bei für die Daune schlechten klimatischen Bedingungen oder schweißtreibenden Aktivitäten der Loft und damit die Isolationsfähigkeit beibehalten werden. Es gibt dank einer Spezialkleidung (dampfundurchlässige VBL-Kleidung), die Möglichkeit Schweiß und Wasserdampf auszuschließen, so das davon nichts in die Daunenjacke gelangt. Auf Atmungsaktivität muss aber damit verzichtet werden, außerdem ist diese spezielle Kleidung nicht oder nur sehr schwer im Einzelhandel erhältlich. Einfacher ist es, seine Daunenjacke in regelmäßigen Abständen gut zu lüften und richtig trocknen zu lassen. Um zu vermeiden, dass von außen Nässe eindringt, kann man über die Daunenjacke eine weite Hardshelljacke ziehen, doch auch dadurch verringert sich die Atmungsaktivität und die Feuchtigkeitsanfälligkeit im Inneren nimmt zu. Die Kunstfaser-Isolation ist unter solchen Bedingungen besser, aber man muss eben das höhere Gewicht in Kauf nehmen. Beim Kauf einer Daunenjacke sollte unbedingt auf die Reißverschlüsse geachtet werden, diese dürfen sich auf keinen Fall verhaken, da sonst Gefahr besteht, das das Außenmaterial der Jacke einreißt. Ist man überwiegend bei sehr niedrigen Temperaturen unterwegs sollte auf durchgesteppte Nähte verzichtet werden, da diese Kältebrücken bedeuten. Da natürlich nicht nur der Körper, sondern auch auch der Kopf geschützt werden soll, gehört an eine vernünftige Jacke eine Kapuze, die gut schließt und auch mit Handschuhen bedient werden kann.

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