Meine lieben Outdoor-Freunde, nicht, dass wir uns falsch verstehen. Camping-Touren sind toll. Aber WARUM muss Outdoorbekleidung immer aussehen wie ein Militärzelt? Es gibt doch mehr Farben als grün, khaki, beige, sand und matsch. Zugegeben, man sieht den Dreck weniger schnell, manch einer mag sich auch ins ferne Timbuktu versetzt fühlen, wenn er mit seiner Outdoor-Tarn-Jacke, Outdoorstiefeln und Outdoor-Rucksack durch den Schwarzwald robbt. Aber lasst mich ehrlich sein: Schön ist DAS nicht. Viele greifen, vielleicht aus diesem Grund nun zum genauen Gegenteil: je greller, desto besser mag da die Devise sein. Mag man mich ruhig als Meckerbart hinstellen, aber das ist möglicherweise etwas über das Ziel hinausgeschossen. Würde man mitten in einer verschneiten Stadt seine Kinder allein zur Schule schicken, zöge man ihnen genau diese Art von Bekleidung an. Aber warum, liebe Freunde, warum müssen sich erwachsene Menschen kleiden wie Schießbudenfiguren? WER zum Teufel sieht euch denn? Das Reh vielleicht? Die Schmetterlinge? Oder doch der Baum am Wegesrand? Und angenommen, diese Gesellen sähen euch tatsächlich, meint ihr, sie klatschten Beifall? Wenn nun jemand den Himalaya herunterpurzelte und mit seinem grellorange-neongrün-leuchtepink-farbenen Overall aus einer Schneewehe hervorfunkelte und ebendies Hervorfunkeln zu seiner Rettung beitragen sollte, gäbe es bestimmt eine Daseinsberechtigung für derartig gefärbte Outdoor-Bekleidung. Aber um der Wirklichkeit die Ehre zu erweisen: Das kommt nicht oft vor. Mein Vorschlag ist also wie folgt: Färbt Outdoorbekleidung, als sei sie keine! Man erkennt sie ohnehin daran, dass sie an allen möglichen Stellen Reißverschlüsse, Knöpfe, Haken, Ösen, Luftschlitze und Taschen haben. Das in einem dezenten blau und die Welt wäre schöner.
Wer will schon wie ein Militärzelt aussehen?
Juni 19th, 2008 · Keine Kommentare
Tags: Camping · Zelt / Rucksack

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