
Auf was der Outdoorer beim Kauf eines Schlafsacks achten sollte, wurde schon oft diskutiert. Das dürfte inzwischen jeder einigermaßen wissen oder man lässt sich beraten. Doch ein guter Schlafsack allein bewahrt niemanden nachts vor Kälte, den er kann schließlich keine Wärme erzeugen, sondern lediglich die vorhandene Wärme speichern. Ist der Boden kalt oder zirkuliert kalte Luft, wird dem Körper Wärme entzogen, dagegen kann auch der teuerste und beste Schlafsack nichts ausrichten. Deshalb gehört eine gut isolierende Isomatte auf jeden Fall dazu. Das kalter Wind auch nicht gerade dazu beiträgt, dass man sich geschützt und gewärmt fühlt, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, Wind kühlt den Körper schnell aus. Selbst eine leichte Windbrise bei Plusgraden, beispielsweise +5°C empfindet man dank des sogenannten Chillfaktors schon wie 0°C. Ein Zelt hinter einem Felsblock aufgestellt oder ein Biwaksack an einem windgeschütztem Ort bewahren vor zu starker Auskühlung. Um noch mehr an Wärme zu speichern und um die ganze Nacht auch warm zu bleiben, ist Funktionsunterwäsche und entsprechenden Socken sehr empfehlenswert. Die lange Unterwäsche erhöht effektiv die Isolation. Für besonders guten Kälteschutz muss am Kopf und am sehr empfindlichen Gesicht gesorgt werden, denn diese Stellen sind am meisten den Temperaturen ausgesetzt und ohne extra Schutz kann das der Grund sein, warum man trotz aller Vorkehrungen einfach nicht warm wird in seinem Schlafsack. Eine dicke, kuschlige Mütze oder eine Sturmhaubem die das Gesicht bedeckt, sind optimale Hilfsmittel gegen eisige Kälte.
Die Bekleidung und der Schlafsack selbst, besonders jene mit Daunenfüllung müssen stets trocken gehalten werden. Sind die Daune feucht, beeinflusst dieser Zustand den Isolationswert, er wird niedriger, als es bei trockener Daune der Fall ist. Mit Socken, die eben noch herrlich warm waren, die aber durch das lange Tragen doch etwas feucht geworden sind, bescheren durch Verdunstungskälte trotzdem sehr schnell kalte Füße. Daher ist es auch so wichtig, nie mit Kleidung, in der man geschwitzt hat, in den Schlafsack zu schlüpfen. Ein wasserfester Packsack hält die Kleidungsstücke, wie zum Beispiel auch die Wechselkleidung, sicher trocken. Nach jeder Nutzung sollte der Schlafsack, wenn es möglich ist, gut gelüftet werde. Das klappt hervorragend auf dem Zelt, wenn es nicht gerade regnet. Was man auch nicht unterschätzen darf ist die Energie, die der Körper bei Aktivitäten, wie Radfahren, Trekking und Wandern und ähnlichen intensiven Sportarten verbraucht. Diese Reserven müssen immer wieder aufgefüllt werden. Den mit „leerem Tank“ wird der Körper auf Sparflamme gesetzt, er produziert viel weniger Wärme und man friert schneller. Daher immer daran denken, ausreichend Nahrung zuzuführen. Sehr wichtig ist es auch genug zu Trinken, sonst ist die Gefahr der Dehydration groß. Bevor man sich in seinen Schlafsack bettet, wärmt ein heißer Kakao oder heißer Tee schon mal auf. Bei Kälte sind alkoholische Getränke kontraproduktiv. Zwar hat man beim Trinken zu Beginn durchaus ein Gefühl von Wärme im Körper, doch die verflüchtigt sich beim Abbau des Alkohols und dann ist die Kälte noch mehr zu spüren. Also besser auf Alkohol verzichten.

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