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Es macht Sinn, Wintersportbekleidung lange zu nutzen. Ökologie und Umweltschutz geht uns alle an!

November 19th, 2010 · Keine Kommentare

Hochfunktionelle Textilien, wie beispielsweise Wintersportbekleidung, muss vielfältigen Anforderungen genügen. Dazu zählen wichtige Funktionen. Die Kleidung muss wasserdicht und wind- und kälteabweisend ausgestattet sein. Bei solchen Leistungen ist es kaum verwunderlich, dass diese spezielle Kleidung zum größten Teil alles andere als umweltfreundlich ist. Der hohe Funktionsumfang ist umwelttechnisch nicht mit den modisch geprägten Beschichtungen unter einen Hut zu bringen. Die Kleidung wird nur durch den Einsatz von Chemie so robust und zweckmäßig.

Der Wintersportler, der sich stets umweltbewusst verhalten möchte und ökologisch korrekt agieren will, auch was seine Kleidung betrifft, sollte diese hochwertigen Textilien so lange wie möglich einsetzen oder in Familien- und Freundeskreis „vererben“. Nur so ist ein guter Weg geebnet, die Wintersportkleidung ökologisch zu verwerten. Natürlich gibt es von einigen Herstellern Produkte, die aus recycelten Materialien hergestellt wurden. Ein gutes Beispiel dafür ist Vaude, der umweltfreundliche Outdoor-Ausrüster, der als Vorreiter des Umweltschutzes schon 1994 das Ecolog-Recycling Netzwerk gründete. Vaude führte auch den umweltfreundlichen bluesign Produktionsstandard ein, der eine maximale Schadstofffreiheit garantiert, sodass diese Produkte auch Allergikern zugute kommen. Vaude muss hohe Richtlinien einhalten, um das Umwelt-Zertifikat dauerhaft zu bewahren.Ob es die Bemühungen um die Wiederaufforstung abgeholzter Regenwälder oder die Verarbeitung natürlicher und nachhaltig gewonnener Rohstoffe wie Tencel und Cocona geht. Um Ressourcen zu schonen scheut das Unternehmen weder Kosten noch Mühen. Das Unternehmen bleibt konsequent und engagiert sich in beispielhafter Vorbildfunktion.

Bei einigen Herstellern, die Recycling-Varianten anpreisen, sollte man zuerst kritisch prüfen, inwieweit die gewählten Produkte dem Umweltgedanken gerecht werden. Theoretisch ist zwar ein Recyclingder Textilien möglich, doch der Aufbau dieser Bekleidung ist äußerst komplex und sehr aufwändig. Oftmals besteht die Außenseite der Stoffe, die schließlich den modischen Akzent unterstreicht, zu einem großen Teil aus einer Polyamidoberfläche. Da der Oberstoff wasser- und winddicht gemacht werden muss, wird zusätzlich mit der Fluorcarbon-Ausrüstung gearbeitet. Diese Behandlung ist bei den Outdoor-Textilien von enormer Wichtigkeit, damit die Stoffe auch fleckenabweisend sind.

Etliche weitere funktionelle Komponenten werden eingesetzt, zum Beispiel eine eingebaute Membran aus Polyesterfolie oder Teflonfolie. Zur Wärmedämmung kommt Vlies oder Schaumstoff zum Einsatz und das Innenfutter besteht aus Polyester- oder Viskosegeweben. Diese vielen verschiedenen Stoffe müssten zur Wiederaufbereitung getrennt werden, das stellt sich für die meisten Unternehmen als zu teuer und zu schwierig heraus. Eine andere Möglichkeit um Kleidung komplett recyceln zu können, wäre die Herstellung aus nur einem Material. Hier stellen sich aber mehrere Nachteile heraus. Polyester ist beispielsweise ein viel eingesetztes Material für Outdoor-Textilien, doch besteht eine Kleidungsstück nur aus diesem Material würde ohne Beschichtung in kürzester Zeit das Außenmaterial voller hartnäckiger und hässlicher Flecke sein, die unterschiedlichen Ursprungs wären. So bleibt abzuwarten, was sich auf dem Umweltsektor in Zukunft tut. Bis dahin ist speziell ausgerüstete Wintersportkleidung zwar funktional aber nicht in erster Linie umweltfreundlich.

Tags: Camping

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