Hallo, liebe Outdoor-Freunde. Viele von euch reisen mit dem Wohnmobil quer durch die Welt, das ist verständlich, denn es macht Spaß, ist preiswert und bequem. Damit es aber auch sicher ist, solltet ihr ein paar wichtige Dinge beachten. Denn gerade Wohnmobile sind gefundenes Fressen für Einbrecher. Leichtes Türwerk, schlafende oder womöglich abwesende Besitzer - leichtes Spiel!
Etwa 12 Millionen Camper gehen alljährlich mit dem Wohnmobil auf Reisen und da die Touren oft sehr lang und Stellplätze auf öffentlichen Campinganlagen mit Kosten verbunden sind, lassen sich viele dazu verleiten, auf Autobahnraststätten zu übernachten. Genau das sollte man aber nicht tun. Allein im letzten Jahr wurden 44 Überfälle auf Wohnwagen gemeldet. Tendenz steigend. Besonders verlockend scheinen Luxusgegenstände zu sein, die aufgrund ihrer immer geringeren Größe auch gerne mit auf Reisen genommen werden. Laptops, Mobiltelefone und andere technische Spielereien, ebenso wie Kreditkarten, Schmuck oder Bargeld sind der Grund, weshalb Einbrecher gerade in der Reisezeit auf Raststätten Station machen. Wichtig ist, eine Liste aller mitgenommen Gegenstände anzufertigen und VORHER mit der Versicherung zu klären, ob, im Falle eines Diebstahls gezahlt wird. Ohne diese Liste, wird es schwer, nachzuweisen, was sich im Wohnmobil befand. Da die Türen und Fenster eines Wohnwagens meist sehr einfach konstruiert sind, stellen sie für Diebe keine Hürde dar, selbst Amateuren halten sie kaum eine Minute stand. Zwar gibt es inzwischen auch Sicherheitstüren für Caravans und Wohnmobile, aber die Zahl der Anbieter ist noch verhältnismäßig gering. (Ein Anbieter wäre zum Beispiel die Firma Bürstner in Kehl)
Auch auf Zivilcourage sollte man im Falle eines Falles nicht hoffen, besser ist man beraten, wenn man folgende Tips in die Tat umsetzt:
Meidet abgelegene Ecken von Raststätten, wenn ihr schon unbedingt dort Station machen müsst. Stellt euch eventuell auch einfach zwischen parkende LKW. Dort seid ihr nicht sofort sichtbar.
Verriegelt unbedingt alle Türen und Fenster, vergesst auch das Fahrerhaus nicht und setzt als zusätzlichen Schutz Spanngurte ein (gibt es im Baumarkt), um ein Öffnen der Türen zu verhindern, selbst wenn das Schloss schon geknackt sein sollte. Man muss es Dieben nicht einfach machen, baut kleine Schikanen ein, und sie werden sich davonmachen.
Ein weiterer Tip bezieht sich auf eine leider unsichtbare Waffe der Räuber. Einige setzen Betäubungs- oder Schlafgase ein, die sie in den Innenraum des Wohnmobils leiten. Diese Gase sind nicht tödlich, verhindern aber euer Aufwachen und rasches Handeln. Für derartige Angriffe gibt es inzwischen Gaswarngeräte, die einen lauten Alarmton aufheulen lassen, falls Chloroform oder Äther in der Luftzusammensetzung wahrgenommen werden. Diese Gaswarngeräte lassen sich inzwischen fast überall problemlos in Wohnmobile einbauen. Sicherer ist es nur noch, offizielle Plätze für die Nächte aufzusuchen.
Habt dennoch keine Angst, wenn ihr die Sicherheitshinweise befolgt und euch achtsam verhaltet, steht eurem Abenteuerurlaub nichts im Wege.
Habt viel Spaß, bis morgen.

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