
Work and Travel ist eine besondere Art und Weise sich mit anderen, fremden Ländern und Kulturen besser vertraut zu machen. Jenseits touristischen Rummels und in den Alltag des ausgewählten Landes eingebunden, kann der Reisende ganz neue Perspektiven für sich gewinnen. Gerade junge Leute, die erst kürzlich ihr Abitur angeschlossen haben, wollen dem Stress der Schulzeit oder des Studiums entfliehen und mal andere Menschen kennenlernen und sich vor allem mit der fremden Kultur eines anderen Landes befassen. Wenn man im Ausland arbeitet, ist man unmittelbar in die Gesellschaft integriert und als schönen Nebeneffekt lässt sich die Reisekasse immer wieder auffüllen. Was als Ziel auserwählt wird, bleibt jedem für sich überlassen, denn es gibt weltweit kaum Grenzen. Ob man zum Beispiel auf einer Farm in Norwegen arbeitet oder sich für Australien interessiert, in Spanien als Kellner arbeiten will oder Kinder in Kanada betreuen möchte, für jeden dürfte etwas dabei sein, für was er sich begeistern kann. Auch der Zeitraum des Aufenthalts lässt sich flexibel gestalten. Zwischen sechs Wochen und mehreren Monaten kann je nach Land gewählt werden. Die Anmeldung muss bereits einige Wochen vor dem Abreisetermin erfolgen, nicht nur um einen Arbeitsplatz zu finden, sondern auch um schon mal den Kontakt zur Gastgeberfamilie herzustellen. Organisierten Work and Travel-Reisen bieten den Vorteil, dass der eigene organisatorische Aufwand, der nötig ist, um sich Stelle zu finden, viel geringer ist und noch wichtiger ist dabei die Tatsache, dass vieles über den Veranstalter abgesichert wird.
Sicher, es ist reizvoller sich allein auf die Suche zu machen, was den Arbeitsplatz und die Unterkunft anbelangt, aber man sollte bedenken, dass jede Reise ins Ausland auch immer mit einem gewissen Wagnis verbunden ist. Bei der organisierten Reise zählt das deutsches Reiserecht. Das bedeutet, es wird immer nach dem deutschen Gesetz gehandelt. Nachdem man sich angemeldet hat, wird der passende Arbeitsplatz und eine Gastfamilien gesucht. So hat der Reisende auch zu jeder Zeit einen Ansprechpartner, der hilft, sollte es zu Problemen kommen oder Krankheiten auftreten. Wer möchte, kann seinen Auslandsaufenthalt mit dem Besuch einer Sprachschule ergänzen. Außerdem gibt es Kontakte zu Partnerorganisationen, die direkt vor Ort helfen können. Diese Vorzüge sind natürlich nicht umsonst, da den Organisationen separate Kosten entstehen, die gedeckt werden müssen. Die Kosten, die auf den Einzelnen zukommen, halten sich aber im Rahmen und werden auch im Vorfeld geklärt, sodass immer noch genügend Mittel verbleiben. Das organisierte Work and Travel ist eine bequeme Möglichkeit. Doch wer es sich zutraut und keine Scheu hat sich auf ganz neue Herausforderungen einzulassen, kann an dieser Aufgabe vielleicht über sich selbst hinauswachsen. Work and Travel trägt dazu bei, dass die Menschen weltoffener werden, es zeigt neue Aspekte auf und nicht zuletzt wird man viel Neues und Interessantes kennenlernen. Diese Erfahrung wird neue Perspektiven eröffnen, vielleicht schließt man Freundschaften fürs Leben und kann wertvolle Kontakte knüpfen. Auf jeden Fall wird es Gesprächsstoff geben,wenn man wieder nach Hause zurückkehrt. Auch im Lebenslauf kann sich ein Work and Travel-Aufenthalt sehr gut machen, denn viele Personalchefs schätzen Bewerber, die es an Eigeninitiative nicht mangeln lassen und über Auslandserfahrung verfügen.

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