Hallo, liebe Outdoor-Freunde, der Stoff, aus dem Outdoor-Träume gemacht werden, heisst in vielen Fällen “Gore-Tex”â , viel gerühmt sind seine erstklassigen Eigenschaften und fast überall bekannt ist sein Name. Aber was genau ist Gore-Texâ , wie funktioniert es und in oder an welchen Outdoor-Bedarfsartikeln ist es sinnvoll oder weniger nützlich? Welche Alternativen zu Gore-Texâ gibt es und wie verhält es sich mit der Umweltverträglichkeit?Gore-Texâ ist den meisten Menschen ein Begriff im Zuammenhang mit Textilien oder Schuhen, die wasserdicht und dennoch atmungsaktiv sind. Erreicht wird dieser elementare Effekt durch die besondere Oberflächenstruktur des Materials. Diese ist nämlich derart feinporig, dass sie Wind und Wasser zu beinahe 100 Prozent abhält. Für die Zahlenfreunde unter uns: eine Gore-Texâ -Pore ist grob gerechnet etwa 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen. Da es sich bei dem Material jedoch nicht um Gummi, sondern einen wirklich teilweise durchlässigen Stoff handelt, ist es möglich, dass Schweiß von innen durch das Gewebe nach außen geleitet wird.
Wie geht nun das? Ganz einfach! Man stelle sich einen Sportler in Gore-Texâ -Kleidung vor, der bei frischen 10 Grad Celsius seine morgendliche Runde dreht. Der Körper heizt sich auf, es entsteht Schweiß mit einer Temperatur von schätzungsweise 37-38 Grad Celsius. Aus dem Temperaturgefälle von 10 Grad außen zu 38 Grad innen resultiert ein Druckgefälle, welches den (verhältnismäßig heißen) Schweiß als Dampf durch die winzigen Poren nach außen drückt. Es bedarf also zur einwandfreien Funktion des Materials einer Temperaturdifferenz von idealerweise 15 Grad Celsius. Diese Durchlässigkeit bezeichnet man dann als “Atmungsaktivität”.
Jedem wird auffallen, dass es entsprechend sinnlos wäre, Sport- oder Wanderbekleidung, die für den Sommer, oder warme Temperaturen gedacht ist, aus oder mit Gore-Texâ Material herzustellen, da der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Körpertemperatur schlicht zu gering ist. Man würde in seiner Kleidung schier “ertrinken”.
Wer sich im Sommer sportlich oder wandernd betätigen möchte, sollte auf andere Materialien zurückgreifen. Baumwolle oder leichtes Baumwollgewebe ist zwar bei den meisten nicht beliebt, weil es den Schweiß aufsaugt, das hat jedoch auch Vorteile. Die Funktion des Schweißes besteht ja in der Kühlung des Körpers und diese Funktion kann gewissermaßen von einem “aufsaugenden” Material übernommen werden, indem der Schweiß, statt auf der Haut, aus dem Material verdunstet und die Kühlung gewährleistet. Jeder, der an einem heißen Sommertag schon einmal ein nasses Hemd auf der Haut getragen hat, konnte sich schon davon überzeugen, wie tadellos das funktioniert.
Zurück zum Gore-Texâ Material. Vielleicht mag der ein oder andere glauben, dass der Begriff einfach so überall verwendet und seit seiner Erfindung 1976 auf jedwedes Produkt geklebt wird, um den Preis zu erhöhen, dass Gore-Texâ aber schon längst nicht mehr Gore-Texâ sei, es müsse doch da Qualitätsunterschiede geben. Diesen Zweiflern sei gesagt: Gore-Texâ ist noch immer GoreTexâ , die Verarbeitung ist zwar kompliziert, die Hersteller des Gore-Texâ Materials verkaufen jedoch nur an zertifizierte Verarbeitungsbetriebe um zu gewährleisten, dass die Qualitätsstandards eingehalten werden. Und so findet man Gore-Texâ heutzutage an oder in beinahe allen Outdoor-Bekleidungen, Schuhen, Rucksäcken und Reisetaschen, Handschuhen und sogar am Dudelsack.
Da die Herstellung leider ein chemischer Prozess ist, bei dem veränderte Kohlenwasserstoffmoleküle verwendet werden, ist die Entsorgung etwas schwierig, aber glücklicherweise erfreuen sich die Produkte einer langen Lebensdauer und guter Haltbarkeit – Dank Gore-Texâ .
Der Begriff Gore-Texâ ist ein geschützter Markenname.

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